Rusconi Groove Jazz – CD-Releasetour “It’s a Sonic Life” – BeJazz Club Bern 2010-04-22

Genaugenommen habe ich gerade gar keine Zeit für dieses Post und ebensowenig hatte ich Zeit für dieses Konzert, aber wenn ich auch dieses Jahr wieder deutlich in den zweistelligen Bereich an Konzertbesuchen kommen möchte, bedeutet das mindestens ein Konzert pro Monat, zumal dieses quasi direkt vor der Haustüre in Bern/ Liebefeld in den Vidmarhallen (dem Gelände einer ehemaligen Tresorfabrik) stattfand – Anreisezeit ca. eine dreiviertel Stunde (zurück jedoch deutlich länger). Weiterhin ausschlaggebend war, dass mit Rusconi ein junges schweizer Pianotrio nach Bern kam, das schon über eine enthusiastische Fangemeinde verfügt und mit „It’s a Sonic Life“ bereits die vierte CD veröffentlicht hat.
Der BeJazz Club selbst fasst vermutlich gut 200 Zuschauer und ist selbst ein Verein, der auf seine Mitglieder (Migliedschaft pro Konzertsaison) angewiesen ist. So ist es nicht überraschend, dass mir gleich an der Kasse eine reduzierte Mitgliedschaft (30,- statt 60,- SFr.) für die verbleibende Saison (Ende Anfang Juni) verpasst wurde. Das Konzert selbst hätte 25,- SFr. Eintritt gekostet. Für mich als Mitglied war der erste Eintritt frei und bei Besuch des nächsten Konzerts im BeJazz Club (ich muss ja schliesslich meinen Schnitt halten), habe ich vergünstigten Einlass und den anfänglichen Mehraufwand wieder kompensiert.
Das neue Album „It’s a Sonic Life“ orientiert sich am Noiserock-Künstlerkollektiv Sonic Youth, jedoch ist es nicht vonnöten mit dem Material dieser Musiker vertraut zu sein, sondern ist sogar u.U. laut Stefan Rusconi eher vorteilhaft.
Rusconi – Stefan Rusconi (p), Fabian Gisler (b), Claudio Strüby (dr) – lebt von der Gleichberechtigung der Band-Mitglieder und so spielten die Musiker meistens im Kollektiv als im Dialog oder Solo, jeder sein Instrument aber auf sehr individuelle Weise. Die Stücke selbst waren tatsächlich sehr groovig, wenngleich teilweise ebenso gewöhnungsbedürftig – gerne hätte ich mir eine CD mitgenommen, hatte jedoch leider nicht das nötige Kleingeld einstecken. Das Piano klang für meine Geschmack leider ewas dumpf, was aber nicht daran lag, dass Stefan Rusconi es auf unterschiedliche Weise (Wäscheklammern, Knetmasse, Stoff, Luftballon, Papier, CD-Hülle,…???) während seines Spiels präparierte. Beide Sets dauerten zusammen knapp zwei Stunden und zum Abschluss gab es One Up Down Left Right (Titelstück des Vorgängeralbums) als eine von zwei Zugaben.

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