Mein Jeanshemd und ich – über Mode, Gleichgesinnte und aggregierte Meinungen

Ich hatte einmal eine Freundin, die besass gleich drei Jeanshemden. Irgendetwas musste also an diesen Dingern dran sein. Bevor ich mich jetzt beschwerte – denn ich mochte Jeanshemden nicht besonders, beschloss ich, mir erstmal selbst eins zuzulegen.
Jeanshemd

Mein Fazit: unbequem, steif und irgendwie schrecklich bieder. Dennoch stopfte ich es in den Rucksack als leichte Jacke und im Laufe der Waschvorgänge, die während der Jahre folgten wurde das zähe Ding weich, einigermassen bequem und zum willkommenen Begleiter in kühlen Sommernächten. Gerade jetzt im September ist es praktisch, eine leichte Jacke bei sich zu haben – aber die ursprüngliche Frage blieb: Trendy? – Wohl kaum. Poplig? – Schon eher! Und sollte Mann überhaupt Jeanshemden tragen? Eine Frage, die sich jetzt dank dem sozialen Web-Dienst fashism.com beantworten lässt. Bild geknipst, Photo hochgeladen und Frage gestellt („Geht das?“ oder „Was ist besser?“) – auch anonym. Innerhalb kurzer Zeit beantworten die engagierten Fashists sämtliche Stilfragen. EIn praktischer Dienst und ein schönes Beispiel, wie wir Informationsquellen im Allgemeinen bewerten.
Soziale Relevanz
Obige Graphik benutze ich in diesem Zusammenhang öfters.

Begebe ich mich auf fashism.com unterstelle ich jetzt einmal, dass ich mich unter Gleichgesinnten befinde und deren Meinung schon im vornherein sehr hoch einschätze – in diesem Fall eher noch höher, als die meiner Freunde, denn die könnten voreingenommen sein. Durch ein simples Rangsystem, das mir die Kompetenz der Person anzeigt, die eine Bewertung abgibt, sehe ich sofort, wer tonangebend ist (Einflussreiche Quellen/ Meinungsmacher) und wer sich erst noch seine Sporen verdienen muss. Zusätzlich kann jeder Benutzer eine Wertung abgeben (I like it/ I hate it), die in Prozent das Outfit bewertet (Aggregieren der breiten Masse).

Bilder können übrigens auch via E-Mail und neuerdings auch über eine iPhone Applikation eingestellt werden. Ich stelle mir das als praktische Entscheidungshilfe beim Einkaufsbummel vor, wenn selbst die beste Freundin/ der beste Freund nicht mehr weiter weiss. Schnell ein Photo geschossen und eingestellt, Kleidung kurz zurücklegen lassen, in einer Eisdiele Pause einlegen und die Ergebnisse abwarten. Anschliessend kann dann zugegriffen werden – vielleicht auch nicht, oder es werden anhand hilfreicher Bewertungen Anpassungen hinsichtlich Grösse, Farbe, etc. vorgenommen.
Was mich und mein Hemd angeht, ich habe es schlussendlich auf einen mikrigen Stand von 27% gebracht und bekam damit bestätigt, was ich mir schon immer dachte: Jeanshemden sind ok, aber eigentlich nicht wirklich.

Über Dominik

Jazz und SEO, Web und Grüntee
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