Wochenkaltstart

Ich habe mich sehr auf diesen Wochenstart gefreut, denn die Weihnachtsferien sind vorbei und die Schule strukturiert unseren Tagesablauf immer recht gut. Zudem habe ich als schreibender Papa Dienstag und Donnerstag bis in den Nachmittag Zeit für meine Belange. Also hegte ich einige Erwartungen in den Beginn der Neuen Woche und das Ferienende und hoffte ebenso auf eine Inspiration für den wöchentlichen Weblog-Beitrag.

Allerdings war heute morgen irgendwie der rechte Schwung weg. Gemütlich und angenehm war es, ja. Zeit, um Statistiken, die ich letzte Woche erfasst habe, auszuwerten, einen interessanten Radiobeitrag auf DRS 2 zu hören und Stellenanzeigen in der Region zu durchforsten, für den Fall, dass sich tatsächlich etwas finden lässt, das meinem eremitischen Profil entspricht. Denn wer seit über einem dutzend Jahren im Web-Bereich selbständig arbeitet, der kann gar nicht mehr mit anderen gemeinschaftlich schaffen – so das unsinnige, vorurteilsbehaftete Credo. Tatsächlich habe ich festgestellt, dass gerade hier die sozialen Kontakte umso wichtiger werden.

Vielleicht lag meine Müßigkeit auch an den ereignisreichen Tagen vorher: Besuch im Radiosender, Meerschweinchenbestattung bei gefrorenem Boden, Bücherentrümpelung inklusive gegenseitigem genervt sein, da der eine dem anderen wieder einmal seinen Bücherstapel in den Weg gestellt hat, zwei Rundläufe zu je einer Stunde – einer bei frühlingshaften Temperaturen, der andere in strömendem Regen.
Selbst beim Kochen habe ich die letzten Tage einiges vollbracht: Schweinegeschnetzeltes mit Rösti gebrutzelt, Naan Brot gebacken, Nudeln mit Mangold gekocht, Linsencurry geköchelt, Risotto gerührt, Tomatensalat mit Ei geschnippelt, Pizza (komplett selbstgemacht) belegt, Lachsforelle gebraten, Kartoffelauflauf überbacken, Eintopf geschmort, verschiedene Desserts angefertigt, sogar Avocadoquark mit Honig vermengt (mjam!). Auch Rinderleber mit gebratenen Zwiebeln, Äpfeln und selbstgestampftem Kartoffelbrei gab es unlängst. Also war sogar kulinarisch heute irgendwie die Luft ‚raus. Pasta kam nicht in Frage, ein feines Linsengericht auch nicht – ich will meine Gunst bei der Familie nicht überstrapazieren und muss die gesunden Hülsenfrüchte behutsam einführen. Kurzum, auch nach elf Uhr vormittags, heute war ich schrecklich uninspiriert. Also ein kurzer Spaziergang zum hiesigen Supermarkt, um die Lücken, die während des Wochenendes entstanden waren, wieder zu schliessen. Brokkoli ist derzeit im Angebot, also kurz im geistigen RAM gemerkt. Beim Fisch gibt es gerade schönes Lachsfilet, wieder im biologischen Zwischenspeicher abgelegt.
—RATTER—
Also gibt es heute Lachsfilet mit blanchiertem Brokkoli und Polenta (Polenta habe ich immer). Und wer keine Polenta mag, der bekommt eine erwärmte Pellkartoffeln, die ich vom Rösti noch übrig habe. Die Kartoffeln werden einfach im Kochwasser zusammen mit dem Brokkoli erhitzt.
Das fand bei allen Beteiligten grossen Anklang und ging angenehm schnell – halb eins gab’s Essen – und eine Anregung zum allwöchentlichen Weblog-Eintrag habe ich ebenso. Es ist gut, eimal nicht volle Kanne durchzustarten, so ein beschaulicher Wochenanfang hat auch etwas für sich.

Interessant währe es nun ein paar Anregungen meiner Leser zu bekommen, was dort bei so einer Situation auf dem Speiseplan steht – von obigem und Pfannkuchen, Milchreis oder Armen Rittern mal abgesehen.

Über Dominik

Jazz und SEO, Web und Grüntee
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