Plastik abmachen und versorgen

Müllsack

Innenleben eines typischen schweizer Müllsacks - Modell Presswurst mit mehreren Kompressionsschichten!

Das heutige Thema entstand quasi beim Aufräumen der Küche. Ich stopfte gerade den Kehrichtsack und sah, dass da durchaus noch ungenutzte Kapazitäten schlummern. „Typisch Schweiz“ dachte ich bei mir. („Blödes Hasiland“ denke ich hingegen, wenn der Müllsack umfällt und seinen Inhalt auf das Balsaholzparkett verteilt.) Das Müllstopfen hat Tradition und dementsprechend zäh ist das Material, aus dem die Müllsäcke sind. Und jetzt kommt der Grund für das emsige Stopfen: Die Entsorgungsgebühr für den Unrat wird über den Kehrichtsack beglichen. I.d.R. kaufe ich an der Kasse des Supermarkts unsere 35 und 65 L Müllsäcke, Sackgebühr inklusive – für Sperrgut gibt es Müllmarken.

Finanziell belohnt wird also der, der sowenig Volumen wie möglich für seinen Abfall benötigt. Blech, Zeitungen (gebündelt), Elektroschrott, Glas, PET-Flaschen und Pappe kann ich teils separat wegbringen, teils an einigen Terminen im Jahr kostenlos abgeben. Der Rest wandert in den Sack. Auch Plastikverpackungen, die angeblich in den Müllverbrennungsanlagen fossile Brennstoffe ersetzen sollen.

So entsteht ein lustiges Quetsch- und Stopfspiel. Zuerst wird einfach alles in den Sack geworfen, bis er sein maximales Volumen erreicht hat. Da das eben viele Verpackungen sind, wird einfach ein Tetrapack geschnappt und damit die erste Lage verdichtet und schon kann der Sack weiter benutzt werden. Mittlerweile schaffe ich es, in einen 35 L Sack den gesamten Abfall, der in Küche und Bad während einer Woche anfällt, zu stopfen. Wobei die Logistik natürlich so ausgerichtet sein muss, dass müffeliges Zeugs erst ganz zum Schluss beigefügt wird. Dann wird nochmals komprimiert und  – oh Wunder, da geht noch was!

Kehrichtsack - aus Abfall wird saubere Energie - erstaunlich zähes Material!

Aus Abfall wird saubere Energie. Leider brennen diese Gebinde aber nicht mehr optimal und es wird schon über eine Müllgebühr, die sich am Gewicht und nicht am Volumen orientiert, nachgedacht. Und nun Schluss mit dem Müll!

Über Dominik

Jazz und SEO, Web und Grüntee
Dieser Beitrag wurde unter Alles Mögliche, Fundstücke, postaweek2011 abgelegt und mit , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Eine Antwort zu Plastik abmachen und versorgen

  1. Pingback: Hornissen? Nein, Hornussen! | Weissblaue Noten

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s