Technologie wird diskret – vom Desktop zum Notebook zum Netbook?

Passend zur plakativen Jahreswende 2009/10 vor einem Jahr, habe ich meine Web- und Technologie-Nutzung evaluiert und auch geändert. Nahezu gleichzeitig habe ich mich von meinem monströsen G5-Desktop verabschiedet und ein kleines MacBook angeschafft. Kurz darauf hauchte der G5 tatsächlich seinen Geist aus – als ob ich es geahnt hätte.

Desk G5

Bestandsaufnahme beim Eintreffen des neuen MacBooks.

Hatten die Bildschirme am Desktop-System durchaus ihre ergonomischen Vorteile, überwiegt trotzdem der Platzgewinn des schlanken MacBooks. Das Gerät selbst und eine externe Festplatte als gespiegeltes Archiv und Backup ist genug. Ich habe seitdem auch eine Veränderung in meinem Verhalten, wie ich den Computer selbst benutze, bemerkt. Zusammengeklappt sitzt das Gerät beinah unsichtbar auf meinem Schreibtisch und ich überlege mir fast jedesmal, bevor ich es benutze, was ich denn tatsächlich damit machen will. Der prominente Desktop-Rechner verführte allein durch seine starke Präsenz zur Benutzung aus reiner Verlegenheit.
Somit ist meine Zeit am Computer und auch fernab von einer höheren Qualität geprägt als früher. Dies allein dadurch, dass ich den Gebrauch des Rechners schlichtweg mehr differenziere. (Ausserdem habe ich vor etlichen Monaten sämtliche Spiele auf Facebook gestrichen.)

MacBook

Notebook und externe Backupfestplatte ersetzen Monster G5.

Der Schreibtisch hat wieder ein ansehnliches Aussehen und interessanterweise verhält es sich durch die unaufdringliche Technologie-Präsenz bei mir so, dass ich sie besser in mein Leben integrieren kann. Je mehr die Schlichtheit des Apparats ihn mit seiner Umgebung verschmilzen lässt, desto deutlicher wird seine Nutzung abgegrenzt. Zumindest verhält das sich bei MacBook contra G5 so. Ich besitze immer noch kein Smartphone, iPad o.ä. und das Telefonieren (mit dem Mobiltelefon) ist mir ein Gräuel, also kann ich hier keine weiteren Aussagen treffen.
Ein weiteres Unterfangen war die Installation von Windows, womit sich ein weiters Gerät einsparen ließ. Da ich letztes Jahr während des Wintersemesters noch Student war, konnte ich mir ganz legal eine brandneue Windows 7-Version laden.

WinBook

Windows 7 (32-Bit) funktioniert gut.


Aus Kompatibilitätsgründen entschied ich mich für die 32-Bit Variante. Mit BootCamp war schnell die Festplatte vorbereitet und die Installation verlief problemlos – bis auf den Neustart. Da blieb nämlich der Bildschirm schwarz. Vermutlich hätte ich während der ganzen Zeit dabeibleiben sollen, denn angeblich hätte ich explizit das Hochfahren der Windows-Partition mittels Tastenkombination während des Startvorgangs auswählen sollen (das zumindest habe ich in einem Forum gefunden). Vielleicht lag es aber auch daran, dass die AirPort-Karte mangels Treiber nicht funktionierte und Windows die obligatorische Software-Aktualisierung nicht beginnen konnte. Egal, nach einem erzwungenem Neustart, konnte Windows hochgefahren werden. Vorher hatte ich mir noch die neuesten Treiber für die AirPort besorgt. Anschliessend klappte alles wie am Schnürchen und ich konnte Gabriel Knight Sins of the Fathers – ein Sierra Adventure aus meiner Jugend – spielen😉.
Nach einem Jahr nur mit dem MacBook muss ich feststellen, dass mir das grosse Monstrum G5 überhaupt nicht abgeht und ich spare jetzt schon auf das kleine MacBook Air, das ich mir voraussichtlich mit OS X Lion anschaffen werde. Das entspräche dann von den Dimensionen her einem Netbook und wäre demnach noch dezenter auf dem Schreibtisch.

Über Dominik

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