Gelesen: Edgar Wallace, Unter Buschniggern.

Aua, aua, eine gewagte Schlagzeile, das Werk heisst aber tatsächlich so. Ich habe es bei einer Entrümpelungsaktion gefunden und aus Neugier an mich genommen. Im Zuge meiner letzten Sortieraktion, hätte ich es beinah weggegeben, habe mich aber dafür entschieden, es vorweg erst einmal selbst zu lesen.

Die "Geschichten aus dem afrikanischen Urwald" heissen tatsächlich so!

Edgar Wallace ist ja eher seiner Krimis wegen bekannt, dass er auch Geschichten über das Afrika der Kolonialzeit verfasst hat, die ca. 1905 – 1910 spielen, ist eher unbekannt. Wer diese Erzählungen um den britischen Bezirksamtmann Sanders aus „einem Lande, wo die Menschen im Kleinen groß und im Großen klein sind“ gelesen hat, gibt wohl zu, dass sie zu Wallaces besten Werken zählen. Ich kenne jedoch nur die alten Krimischinken eher vom Wegschauen und bin einigermassen unvoreingenommen an die Sache herangegangen.

Das ist etwas mühselig, denn gotische Schrift zu lesen, zählt nicht mehr zu den Stärken meiner Generation. Ebenso sind die Gepflogenheiten der damaligen Zeit gewöhnungsbedürftig – wir begeben uns hier immerhin 100 Jahre zurück in die Vergangenheit.

Anfangs scheinen die Charaktere im wahrsten Sinne des Wortes schwarz/ weiss. Die Weissen sind die edlen Herren und die Schwarzen wilde „Affen“, faul, bösartig, bestenfalls (arg)listig und dann oft hinterhältig – ausnahmslos immer auf auf den eigenen Vorteil aus.

Nach dem ersten Kapitel hätte ich das Buch um ein Haar zum Altpapier geworfen. Irgendwie habe ich dann trotzdem weitergelesen, denn die wiederkehrenden Personen (Sanders, Bosambo) sind nicht eindeutig gut oder schlecht. Und die Geschichten sind – nach kurzer Einlesezeit – dennoch kurzweilig.

Bei meinem Buch fehlt die Information über das Erscheinungsdatum, vermutlich handelt es sich aber um diese Ausgabe:
Wallace, Edgar
Unter Buschniggern. Geschichten aus dem afrikanischen Urwald.
Übersetzung und Vorrede: Ravi Ravendro
Berlin: Deutsche Buch-Gemeinschaft G. m. b. H., o. J. (ca. 1930), 344 S.

Trotzdem verbleibt dieses Buch nicht in meiner Sammlung. Das Palaver ist aus!

Über Dominik

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