Mit GPS im Unterholz

Vorfrühlingsblüher

Blühende Erlen, Vorboten des Frühlings - haaatschi!

Achtung: Das ist ein Artikel eines Unbedarften über den Freizeitsport Geocaching. Ich habe mir das interessehalber letzten Sonntag einmal mitangesehen. Nachdem das geklärt ist, liefere ich gerne eine kurze Erklärung, was ich unter Geocaching verstanden habe und berichte aus meiner Sicht der beigewohnten modernen Schnitzeljagd. Denn etwas anderes ist das Suchen versteckter „Schätze“ anhand Geodaten meines Erachtens nicht – moderner, trendiger halt. Wiki hat hier natürlich mal wieder eine recht ausführliche Erklärung parat.

Kurzum: Längen und Breitengrade markieren alle möglichen Orten im Gelände oder in Städten, an denen sich versteckte Gegenstände oder Nachrichten befinden. Diese Daten können bei Interessengemeinschaften der Geocacher (heissen die so?) abgerufen werden. Der Spass liegt am Suchen, Tüfteln und Hinterlassen eigener Nachrichten. Zudem sind alle Beteiligten draussen an der frischen Luft.

Meine beiden Frauen finden das recht spannend und nach dem ersten Schatzsuch-Abenteuer stand fest, dass das Navi vom Auto zu ungenau für den Spass ist. Die etwaige Lage des Caches kann natürlich z.B. über Google Maps angepeilt werden. Zum Durchkämmen des Unterholzes sollte es dann schon der GPS-Empfänger oder die iPhone/ Smartphone-Applikation sein.

Digitale Schnitzeljagd

Ja, irgendwo da muss der Schatz sein.

Angepeilt waren vier Geocaches auf einer Rundstrecke von ca. 15 – 20 km – direkt vor der Haustüre. Also genau richtig für einen sonnigen Sonntag Nachmittag – dachten alle Beteiligten. Sicherheitshalber habe ich noch ein Fresspaket und Werkzeug eingepackt.
Die längste Strecke des Weges mit knapp 6 km bestand lediglich darin, zur nächsten Brücke über einen Fluss zu gelangen. Am gegenüberliegenden Ufer angelangt, sollten gleich drei versteckte Schätze im Abstand von etwa einem, eineinhalb Kilometer auf uns warten – der vierte (optional) wäre über einen Umweg auf der Rückfahrt möglich. In unmittelbarer Nähe der vermuteten Beute wurde vom Rad gestiegen, das Peilgerät ausgepackt und ab ging’s ins Gebüsch, immer dem Signal nach. Nach kurzem Suchen wurden wir fündig. Es handelte sich dabei um eine verpackte Filmdose, darin eine Nachricht. Ich habe sie nicht gelesen, sondern währenddessen die Räder bewacht. Die nächsten beiden Nachrichten liessen sich nicht so einfach finden und selbst akribisches Suchen, Graben und Umdrehen von Stock und Stein an Ort und Stelle der Koordinaten blieb ohne Erfolg. Töchterlein fand dies „laaangweiiiiliiig“ und ich musste aus dem Fresspaket zufüttern. Ernüchternde Bilanz letztlich:

  • Ausflugszeit: ca. 3 Std.
  • Davon 16 km in eineinhalb Stunden geradelt.
  • Weitere eineinhalb Stunden gesucht.
  • Drei von vier Caches angesteuert.
  • Einen gefunden.
  • Drei rote Nasen.
  • Zahlreiche kalte Finger und Zehen.

Meine beiden Frauen benötigten hinterher erst einmal einen heissen Kakao – ich etwas stärkeres: Eine heisse Dusche!

Über Dominik

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2 Antworten zu Mit GPS im Unterholz

  1. elkedederichs schreibt:

    Hihi, ich will das auch schon lange mal testen, brauche aber Unterstützung, da ich eine technisch ein bißchen unterbelichtete Frau bin. Ich müßte ert mal das GPS Gerät verstehen und dann meine Auffassung der Himmelsrichtungen mit den Koordinaten auf die Reihe kriegen und dann noch in die richtige Richtung laufen. Eure Erfahrung klingt aber sehr sehr realistisch, gegenüber den Schilderungen, die man so im Netz manchmal liest. Lieben Gruß Elke

    • bluenote84149 schreibt:

      Also, mit einem Smartphone und der passenden Applikation musst Du nur dem Blip nachlaufen. Fast schon wieder „laaangweiiiiliiiiig“. Die Technik macht’s halt aus. Da das GPS bestenfalls (!) metergenau ist, bleibt das Absuchen des Geländes nicht aus. Ich bin ja am Vormittag Rennrad gefahren, da wusste ich immerhin was mich erwartet, Pein, hihi!

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