„Kleiner Bruder“ an schweizer Schulen

Ein weiterer Nachtrag zu Cory Doctorows Science-Fiction „Little Brother„, der mittlerweile in der Realität anzukommen scheint.

Wer sich das packende Werk mit brisantem Hintergrund noch nicht zu Gemüte geführt hat – ich habe mich auf diesem Weblog bereits eingehend damit beschäftigt – sollte dies schleunigst nachholen. Es ist unentgeltlich. Die Auseinandersetzung damit jedoch alles andere als umsonst.

Kurzum: In „Little Brother“ wird ein Überwachungsstaat aus Sicht eines Schülers geschildert, der uns in Bälde zu blühen droht. Gemäss dem Motto: Die Privatsphäre schwindet und gute Manieren entstehen, ereilte mich heute über die mobile Ausgabe der schweizer Tageszeitung „Der Bund“ die Mitteilung, dass nun im Kanton Bern das erste Schulgelände mit Kameras überwacht werden soll.

Der Entschluss wurde aus pragmatischen Gründen heraus getroffen. Die nächtlichen Randalierereien auf dem Gelände waren einfach zuviel des Guten und so sollen die deutlich gekennzeichneten Videokameras eher abschreckende Wirkung zeigen. Ebenso abschreckend ist allerdings auch die Tatsache, dass die Videodaten 100 Tage lang gespeichert werden sollen, was übrigens der Strafantragsfrist bei Offizialdelikten entspricht.

Über Dominik

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