Frühstück mit Britzel-Bratzel

Einer meiner letzten Morgen war quasi „elektrifiziert“. Mit einem Schlag war ich wach. Was war geschehen?
Ich stehe auf, setze zum Erwärmen Milch auf den Herd und fange an, Brote für die Familie zu toasten.

BRITZEL-BRATZEL!

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Den Adapter fest mit der Hand umschliessen, dann funkt’s!

Beim Einstecken des Toasters berührte ich einen der Kontakte des Steckeradapters (EU auf Schweiz) – vermutlich, weil ich mich mit halb offenen Augen Richtung Küchensteckdose vortastete. Was folgte, war ein Stromschlag auf die Finger, ein Luftsprung und der (doofe – das ist aber eine andere Geschichte) Toaster verrichtete seinen Dienst.

Später habe ich die Verblendung der Steckdose entfernt und mir die Elektroinstallation mal etwas genauer angesehen.

Die vermuteten lockeren Kabel konnte ich nicht entdecken, machte jedoch eine andere, sehr aufschlussreiche, Beobachtung:
Unmittelbar nach dem Plastikdeckel, der auf den Fliesen angebracht ist, ca. 2 mm dahinter, beginnen bereits die Kontakte des Stromanschlusses. Dieser Zustand nun, gepaart mit langen Stahlstiften des Adapters und meinen Fingern auf denselben, bescherte mir einen Schnellstart in den noch jungen Morgen.

Meine treu sorgende Ehefrau hat mir nun einen extrem monströsen Adapter mit ganz kurzen Kontakten an den Spitzen aufgetrieben, damit ich mich in meiner morgendlichen Verschnurchtheit nicht nochmal versehentlich unter Strom setze.

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Klobigkeit bringt Sicherheit.

Meine persönliche Meinung zum Haushaltsstrom ist die, dass jeder besser die Finger von irgendwelchen Elektroinstallationen lassen sollte, sofern er nichts davon versteht und Sicherheit hier oberstes Gebot sein sollte.

Nachdem ich aufgrund solcher (und ähnlicher) Schlampigkeiten meiner Mitmenschen schon zahlreiche Stromschläge einstecken musste: Dilettantisch geflickte Christbaumbeleuchtung, unter Strom stehender Lichtschalter, Wasserpumpe mit Kurzschluss, unsachgemässe Lampeninstallationen, bzw. Erdungen, etc. – nach einem guten Dutzend habe ich aufgehört zu zählen, bin ich der Meinung, dass mich so ein bisschen Strom nicht so schnell umbringt, da die Kontaktfläche meist sehr gering und der Widerstand recht hoch ist, sodass ein wirklicher Schaden recht unwahrscheinlich bleibt. Vermutlich habe ich einfach ein recht gesundes Herz.

Grenzwertig wird es jedoch, wenn der Strom z.B. richtig quer durch den Körper geht – bei besagter Christbaumbeleuchtung hatte ich noch länger richtige Muskelkrämpfe – oder der Widerstand des menschlichen Körpers aufgrund grosser Kontaktfläche und Feuchtigkeit relativ niedrig ist – z.B. barfuss im nassen Gras und ein unter Strom stehendes Gehäuse einer defekten Wasserpumpe – nicht lustig.
Oder der berühmte Fön in der Badewanne – auf den kann selbst ich getrost verzichten.

Also Obacht geben – länger leben und nicht zu sehr auf die Fehlstromschaltung bauen!

Über Dominik

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